Kevelaer, Altes Rathaus

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Wirtschaft

Verwaltung

fDer Kreis Kleve ist unsere lebens- und liebenswerte Heimat. Das sind die (Land-)Städte genauso wie die dörflich geprägten Ortschaften - jede mit ihrer eigenen Identität. Aber auch wir spüren die Spannung zwischen Stadt und Land: Stirbt der Dorfladen, geht der Landarzt ohne Nachfolger in Pension oder bleiben junge Familien fern, weil sie kein Bauland oder keine Wohnung finden, geht jedes Mal ein typisches Stück Niederrhein verloren. Viele dem entgegenlaufende Maßnahmen fallen in die Zuständigkeit von Städten und Gemeinden, können aber auf der Kreisebene unterstützt und gefördert werden, zum Beispiel über die kreiseigene Wohnbaugesellschaft oder die kreiseigenen Förderprogramme zur Ansiedelung von Ärzten.

Das ist mir wichtig, damit unsere Heimat erhalten bleibt!

Beim Thema digitale Infrastruktur muss unser Ziel für die nächsten fünf Jahre sein, den Gegensatz zwischen Stadt und Land aufzuheben. Der Zugang zu schnellen Datennetzen ist heute genauso wichtig, wie Strom und fließendes Wasser - Aufgabe der Daseinsvorsorge. Das sprichwörtliche "Internet an jeder Milchkanne" darf nicht nur ein Spruch bleiben. Die rasant wachsenden Möglichkeiten digitaler Anwendungen für private Nutzer, Unternehmen und die Verwaltung müssen wir auch für uns im Kreis Kleve erschließen. Nur so haben wir die Chance, in einer sich fundamental ändernden Wirtschaftswelt bestehen zu können, die eine radikal neue Arbeitswelt nach sich zieht. Unser Ziel muss immer sein, dass möglichst viele Menschen wohnortnah arbeiten können - das reduziert Pendelverkehr und erhöht die Lebensqualität.

Eine digitale Verwaltung ist nicht nur ein Komfortgewinn für die Bürgerinnen und Bürger, sondern ermöglicht die schnellere und effektivere Abwicklung von Verwaltungsvorgängen. Da haben wir im Kreis Kleve noch deutlich Luft nach oben!

Aufgabe einer Verwaltung ist es aber auch, ihr Handeln dem Bürger verständlich und aktuell darzustellen und dafür neben den klassischen Medien auch moderne Kommunikationskanäle zu nutzen. Dass wir in dieser Angelegenheit Aufholbedarf haben, hat nicht zuletzt die Corona-Krise deutlich gemacht.

Auch an diesem Thema möchte ich dranbleiben!

 
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BEWEGEN

ANKOMMEN

Bus

Bahn

Auto

Fahrrad

Vernetzung

fMobilität zählt zu den großen Themen, die Jung und Alt "bewegen" - leider wird diese Debatte in den Medien zu häufig durch eine städtische Perspektive geprägt, die nicht der Lebenswirklichkeit im ländlichen Raum entspricht. Auch wenn ganz klar unser Ziel eine Verbesserung des Angebotes im Öffentlichen Personennahverkehr sein muss, wird der ans Auto gebundene Individualverkehr immer eine hohe Bedeutung behalten. Alles andere ist realitätsfern und ignoriert den Wunsch der Menschen nach selbstbestimmter Mobilität. Ein Ziel in naher Zukunft muss in jedem Fall die bessere Vernetzung der einzelnen Verkehrsträger sein: Das Angebot des RE10, des Linienbusverkehrs und der zahlreichen kommunalen Angebote (Bürgerbusse) muss besser aufeinander abgestimmt werden. Ergänzend dazu sollten wir "mobility-on-demand"-Angebote etablieren und fördern, die die Lücke zwischen ÖPNV und dem Wunsch nach individueller Mobilität schließen können. Nur durch ein besseres Angebot werden wir das Ziel erreichen, dass zukünftig mehr Menschen das Auto stehen lassen und den ÖPNV nutzen - dafür müssen endlich mehr Impulse von der Kreisebene ausgehen.

Sorgenkind in Kevelaer und im ganzen Kreis Kleve ist der RE10 - unter einer zuverlässigen Bahnanbindung des Niederrheins an die Landeshauptstadt Düsseldorf stellt sich wohl jeder etwas anderes vor. Die Zuständigkeit liegt hier ganz klar nicht auf der Kreisebene. Dennoch muss es als CDU unsere Aufgabe sein, die Modernisierung von Schienenstrecke und Betriebstechnik immer wieder einzufordern und gemeinsam mit unseren Abgeordneten in Bund und Land dieses kontinuierlich auf die Agenda zu bringen. Viele Pendler und Schüler nutzen die Bahn und sind auf sie angewiesen - sie brauchen pünktliche zuverlässige Verbindungen und saubere Züge. Ich finde, das sollte eine höhere Priorität bekommen!

Der Niederrhein ohne Fahrrad? - Undenkbar! Aber Radfahren ist eben nicht "nur" Sport oder Entspannung, sondern für viele umwelt- und gesundheitsbewusste Menschen ihre Form individueller Mobilität, um von A nach B zu kommen. Dafür braucht es ein qualitativ gut ausgebautes und dichtes Netz an Fahrradwegen. Da sind wir im Kreis schon sehr weit, können aber noch einen Zahn zulegen - unsere niederländischen Nachbarn machen es uns vor!

 
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KULTUR

ERLEBEN

FREIZEIT

GESTALTEN

Museen

Tourismus

Ehrenamt

Vereine

Sport

fGeht es um Kultur im Kreis Kleve, habe ich natürlich als Erstes unser "Niederrheinisches Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte" im Blick - wie sollte es bei einem Kevelaerer auch anders sein. Dieses Haus ist mehr als nur das Gedächtnis unserer Region, sondern mit seinen vielen Exponaten kristallisierte Geschichte, die uns immer wieder erinnert: "Nur wer sich seiner Wurzeln bewusst ist, kann wachsen." (A. G.)

Kultur-Orte wie das Museum in Kevelaer oder Schloss Moyland ziehen aber nicht nur die Einheimischen an, um ihre Heimat zu erleben, sondern auch zahlreiche Gäste aus Nah und Fern. Letzten Endes beinhaltet auch die Wallfahrt bei uns in Kevelaer immer auch eine touristische Komponente.

Natur genießen, Kultur erleben - diese Formen eines sanften und nachhaltigen Tourismus sollten wir fördern, gerade auch in Verbindung mit der Tatsache, dass der Niederrhein zu den attraktivsten Regionen für Fahrrad-Tourismus in Deutschland zählt. Aber es muss nicht immer "sanft" sein: das Parookaville in Weeze zeigt, dass wir im Kreis auch "groß, laut" und erfolgreich sein können - weit über die Kreisgrenze hinaus.

Ohne die zahlreichen Ehrenamtlichen, wäre das vielfältige Vereinsleben in unserer Region nicht denkbar. Die Zeit, die sie einsetzen, ist sprichwörtlich "mit Geld nicht zu bezahlen". Wir wissen aber, dass es Vereinen und Bruderschaften immer schwerer fällt, Nachwuchs zu gewinnen und langfristig an sich zu binden. Hier müssen wir auch auf Kreisebene aktiver werden und Konzepte entwickeln, wie wir bürgerschaftliches Engagement unterstützen und fördern können. Das ist mir besonders wichtig, denn lebendige Vereine sind unersetzlicher Bestandteil einer gesunden Gesellschaft, die auf Gemeinschaft und Gemeinwohl setzt und der fortschreitenden Individualisierung etwas entgegensetzen möchte.

 
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NATUR

BEWAHREN

KLIMA

SCHÜTZEN

Klima

Umwelt

Trinkwasser

Biodiversität

Nachhaltigkeit

fDer Schutz von Umwelt, Natur und Klima ist von vornherein Kernthema einer Politik, die das christliche Menschenbild zur Basis hat - also Schöpfungsbewahrung!

Die fortschreitende Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen, einschließlich des Klimas, gehört zu den globalen Bedrohungen, die wir einerseits nicht lokal lösen können, die andererseits in ihren Auswirkungen uns alle ohne Ausnahme betreffen. Dadurch sind auch wir alle gefordert, das Maximalmögliche dagegen zu tun. Das fängt bei den kleinen Dingen an, etwa unseren Ressourcenverbrauch kritisch zu hinterfragen - Wo hat zum Beispiel die Verwaltung Möglichkeiten, den immer noch gewaltigen Papier- und Plastikverbrauch zu reduzieren? Wo helfen uns die Möglichkeiten digitaler Technik weiter? Und es endet sicher bei dem großen Ziel der Klimaneutralität auf Kreisebene, das wir schnellstmöglich erreichen müssen. Alle Handlungen und (Bau-)Vorhaben des Kreises müssen sich an dem Ziel maximaler Nachhaltigkeit messen lassen. Das ist mir ein wichtiges Anliegen, für das ich mich einsetzen werde.

Der Kreis Kleve als Lebens- und Kulturraum ist entscheidend geprägt durch eine vielfältige Landwirtschaft. Das dichte Nebeneinander von klassichen Höfen mit Viehzucht und Ackerbau, neben Betrieben mit einem Schwerpunkt im Anbau von Obst und Gemüse und unseren am internationalen Markt aktiven Betrieben im Zierpflanzenbau gibt es in dieser Art wohl nur am Niederrhein. Die in jüngster Zeit immer wieder betriebene Polarisierung dahingehend, die Bäuerinnen und Bauern als Umweltzerstörer anzuprangern, geht an der Realität vorbei - kein Landwirt hat ein Interesse daran, seine Lebensgrundlage zu vernichten. Wir brauchen keine Fronten, sondern ein Miteinander, um die Themen vor Ort anzugehen, die auch hier im Kreis zumindest einen entscheidenden Lösungsimpuls erhalten können, wenn wir nicht sogar einen eigenen Weg finden, es besser zu machen. Muss zum Beispiel jeder Acker wirklich "bis an die Asphaltkante" umgebrochen und bestellt werden oder finden wir nicht eine Möglichkeit, auch im Kreis Kleve zu mehr Blühstreifen zu kommen? Gerade das wäre eine wichtige Maßnahme im Sinne der Biodiversität, die unter den artenarmen Monokulturen aus Mais und Getreide leidet.

Viele der Fragen aus dem Bereich Umwelt, Natur und Klima werden wir nicht auf kommunaler Ebene lösen können, da sie bundes- oder europarechtlich geregelt sind. Das gilt letztlich auch für die leidige Gülle. Einerseits ist sie natürlich wertvoller Dünger und Rohstoff in Biogasanlagen, andererseits kann es nicht sein, dass unsere grenznahe Lage zum Ausbringen von Importgülle herhalten muss. Aber auch hier gilt, dass wir eine faktenbasierte Diskussion benötigen und keine ideologisch geprägte Emotionalisierung des Themas.

Am Ende läuft es darauf hinaus, dass wir in Deutschland und Europa eine Agrarpolitik brauchen, die mit ihrer Subventionspolitik nicht nur das "Größer und Schneller" alimentiert, sondern eine regionale Versorgung mit qualitativ hochwertigen Produkten aus gesunden landwirtschaftlichen Strukturen zum Ziel hat. Denn der familiengeführte Hof bedeutet auch Heimat und Verlässlichkeit. Dazu gehört natürlich auch eine Preispolitik, die Bauern von ihrer Arbeit leben lässt und die Lebensmittel nicht zu Schleuderpreisen auf den Markt wirft. Initiativen und Vermarktungskonzepte die das zum Ziel haben, sollten wir im Kreis fördern und voranbringen. Aber schon heute hat es (fast) jeder Verbraucher mit seinem Kaufverhalten bereits selber in der Hand...

 
Glückliche Familie in der Natur

JUNG SEIN

ALT WERDEN

Lernen

Integration

Einsamkeit

Gesundheit

Generationen

Bildung ist einer der entscheidenden Schlüsselfaktoren für ein erfülltes Leben und die erfolgreiche Teilhabe an der Arbeitswelt. Dafür tragen wir im Kreis Kleve mit den beiden Berufskollegs und mit der Hochschule Rhein-Waal besondere Verantwortung. Das Credo vom lebenslangen Lernen wird in der zukünftigen Arbeitswelt eine noch viel größere Bedeutung gewinnen, als das heute der Fall ist - die konstante Ausübung eines Berufsbildes über das gesamte Erwebsleben wird zur Ausnahme werden. Diese Entwicklung vor Ort durch die Schaffung von modernen und zukunftsfähigen Bildungsangeboten zu begleiten, zählt zu meinen wesentlichen Anliegen.

Als Kreis im Herzen Europas finden viele Menschen aus anderen Ländern den Weg in unsere Region. Die einen tun dies freiwillig mit dem Ziel hier zu arbeiten und sesshaft zu werden, die anderen flüchten vor Krieg, Not und wirtschaftlichem Elend - allen gemeinsam ist, dass sie sich bei uns eine Lebensperspektive schaffen wollen. Eine gute Basis zur Verwirklichung dieses Ziels ist die Arbeit unseres Kommunalen Integrationszentrums, die in Zukunft gestärkt und ausgebaut werden muss - die NRW-Koalition hat die Weichen dafür bereits gestellt.

In den letzten Wochen ist eine Gruppe von Menschen in den Fokus gerückt, die wir bisher zu wenig beachtet und oft nur über in den Städten und Gemeinden entstehende ordnungsrechtliche Probleme wahrgenommen haben: Leiharbeiter aus Osteuropa. Auch wenn der Ball zur Abstellung der katastrophalen Beschäftigungsbedingungen vorrangig im Feld der Europa- und Bundespolitik liegt, müssen auch wir im Kreis einen Beitrag leisten. Eine Möglichkeit könnte für mich das Aufgreifen der Idee von Peter Kossen sein, an die Kommunalen Integrationszentren einen Beratungs- und Informationsservice anzudocken, der aktiv auf diese Menschen zugeht und sie in Sachen ihrer Rechte und Möglichkeiten beräht. Leiharbeiter sind keine Menschen zweiter Klasse!

Einerseits können wir uns im Kreis Kleve glücklich schätzen, ein wachsender Kreis zu sein, andererseits finden immer weniger junge Ärztinnen und Ärzte den Weg in unsere Region, um sich hier niederzulassen. Bis 2030 wird sich nach Prognosen der Kassenärztlichen Vereinigung ein beachtliches Defizit bei den niedergelassenen Hausärzten aufstauen, wenn wir nicht entschlossen dagegenwirken. Die im Kreis Kleve bereits laufenden Programme zur Anwerbung von Ärztinnen und Ärzten sind der richtige Weg, den wir konsequent weitergehen müssen. Aber auch neue Möglichkeiten wie Medizinische Versorgungszentren, Ärztegenossenschaften und das Potential der Telemedizin müssen wir weiterdenken, um eine flächendeckende Versorgung durch niedergelassene Ärzte zu sichern.

In den kommenden Jahren steht die Neuordnung der Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen auf der Tagesordnung. Das als Grundlage dienende Gutachten der Landesregierung wurde im November 2019 vorgestellt. Hier gilt es, im Kreis Augenmerkt auf den Erhalt der heimischen Krankenhausstandorte zu legen.

Der demographische Wandel macht auch um den Kreis Kleve keinen Bogen - wir leben in einer alternden Gesellschaft. Diese Entwicklung bekommt eine besondere Dynamik durch die sich immer schneller drehende Spirale technischer Entwicklungen - Digitalisierung ist eine große Chance, darf aber nicht überfordern und aufgrund ihrer Geschwindigkeit gerade ältere Menschen zurücklassen. Einen Zerfall der Gesellschaft in Gewinner und Verlierer der Digitalisierung müssen auch wir vor Ort versuchen aufzuhalten.

Dieses in Verbindung mit einer durch immer stärkere Individualisierung geprägten Gesellschaft lässt schon heute nicht wenige Menschen in Einsamkeit zurück. Großbritannien oder die skandinavischen Länder haben die daraus resultierenden Gefahren für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen erkannt und dem Thema einen hohen Stellenwert eingeräumt. Diesem Weg sollten wir uns ebenfalls anschließen und das Thema Einsamkeit auf die Agenda holen. Maßnahmen in diesem Sinne können zum einen Beratungs- und Coaching-Angebote sein, zum anderen sollten wir auch unser ganzes Handeln mehr generationenübergreifend ausrichten, sei es bei der Förderung des Erhaltes dörflicher Strukturen (Landarzt, Einkaufsmöglichkeit, Nahverkehr) oder bei der Förderung von Bauprojekten, die von vornherein generationenübergreifend angelegt sind.

 
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